12. Rd) 4:4 Remis nach Torspektakel

2. Landesliga WEST

Meisterschaftsspiel vom Donnerstag, 31. Okt 2019

Wieselburg - Seitenstetten 4:4

SCW-Tore:  Andreas Lahmer, Nico Skriwan, Florian Heigl (2);


U23: 0:1


Der SC Wieselburg bedankt sich beim  City Center Wieselburg für die Übernahme der Patronanz sowie für die Matchballspende im Spiel gegen den USC Seitensetten.


Ein irrer Donnerstagabend in Wieselburg.

Trotz oder gerade wegen des Remis darf sich Wieselburg zum moralischen Sieger in dieser Partie zählen. Die Truppe von Coach Rudi Vogel hat das Kunststück vollbracht, sich gegen Spitzenmannschaften wie St. Peter in der Vorwoche und um ein Haar auch gegen Seitenstetten daheim durchzusetzen.

Einer der vielen Helden des Tages war allein schon durch seine Körperhaltung aufgefallen. Florian Heigl, erst zur zweiten Halbzeit in die Mannschaft von SC Wieselburg beordert, blieb auf dem Weg zum gegnerischen Tor von einer enormen Entschlossenheit begleitet. Den Oberkörper beim Sprinten deutlich nach vorne gebeugt, zielstrebig auf dem Weg in die Gefahrenzone namens Strafraum gerannt: Mit dieser Machart ermöglichte Heigl den Wieselburgern ein 4:4 (2:1) gegen den Favoriten aus Seitenstetten.

Zwei Tore des 21-jährigen (50./76. Minute) hatten die Erlauftaler dabei fast zum Sieger gemacht. Auch wegen der frühen Führung durch Andreas Lahmer (2.) und dem zwischenzeitlichen 2:1 durch Nico Skriwan per Kopf (44.) hatte Seitenstetten Tore durch David Zefi (20./Foulelfmeter, 84.) und Eric Michlmayr (71.) entgegengesetzt. Und den Schlusspunkt setzte dann David Buder (90.) durch einen mehr als fragwürdigen Treffer für Seitenstetten.

FOTO: Flügelflitzer und Doppelpack Florian Heigl (vorne) erzielt seine ersten Saisontreffer. (Fotos WICKENSCHNABEL)

Für Partien wie diese, die den 12. Spieltag der 2. Landesliga mit guten Torszenen versüßte, geht die Kundschaft gerne ins Stadion. Bei noch mehr Konsequenz in der Offensive hätte es am Ende auch 6:6 heißen können – mit leichten Vorteilen für Wieselburg, weil Nico Skriwan beim Stand von 3:1 einen Hands-Elfmeter vergibt. Kammerhofer und Co. hatten sich hingegen von den zwischenzeitlichen Rückschlägen nicht entmutigen lassen und immer weiter geduldig nach vorne gespielt.

- Christian Rigler