Sportstätten wieder geöffnet

Wieselburg scharrt in den Startlöchern

Nach der heutigen Öffnung der Sportstätten (15.5.2020) startet der SC Wieselburg am 18. Mai in Kleingruppen.
Die Freude in der Stimme von Wieselburgs Coach Rudolf Vogel ist spürbar: „Wenn es die Bundesregierung erlaubt, werden wir ab 18. Mai wieder mit dem Training starten." Geplant ist, dass die Braustädter in Kleingruppen zwei bis drei Mal pro Woche dem geliebten runden Leder nachlaufen werden. Vorerst bis Mitte Juni.

Vogel: „Für meine Jungs ist es wichtig, dass sie wieder mit dem Ball trainieren und Fußball spielen. Für das Kleingruppentraining habe ich mir einiges einfallen lassen. Da gibt es viele Übungen.“ Danach schickt Vogel seine Spieler in den Urlaub: „Ich hoffe, dass wir ab Anfang Juli halbwegs normal mit der Vorbereitung beginnen können, ab August Testspiele möglich sind und im September die Meisterschaft wieder losgeht.“ Große Angst hat der SCW-Coach jedoch vor der oft genannten „zweiten Welle“: „Davor habe ich großen Respekt.“

SCW-Coach Rudi Vogel

Die Entscheidung liegt bei den Funktionären

Für Wieselburgs Obmann Robert Gnant steht eines fest: „Auf unseren Schultern lastet eine große Verantwortung, denn im Grunde sind es die Vereinsfunktionäre, die nun entscheiden, ob wir nach dem Okay der Bundesregierung ein Training erlauben oder nicht. Wir haben die Entscheidung gefällt, dass wir es unseren Spielern auf freiwilliger Basis ermöglichen werden.“ Einem abgesagten Event weint Gnant nach: „Ende Juni hätten wir dank unseres Sponsors HPYBET den SK Rapid bei uns zu Gast gehabt. Leider ist das nun unmöglich.“

Über diese Einnahmen hätten sich die Braustädter wahrlich gefreut. Aufgrund der Absage der Wieselburger Messe bleiben die Parkplatz-Gelder aus. Der finanzielle Spielraum ist schmal. Der Verein hat sich deshalb mit einer Spendenaktion an seine Fans gewendet. Gnant: „Wir haben versucht, etwas Neues zu machen, um im Gespräch zu bleiben. Die Aktion ist gut angekommen.“ Wie klein der SCW in Zukunft seine „Brötchen“ backen muss, ist offen. Vogel gesteht: „Wir wollen unsere eigenen Spieler unbedingt halten. Wie es mit Legionären aussehen wird, ist noch vollkommen offen. Am Trainingsbetrieb werden sie vorerst nicht teilnehmen.“

Quelle: meinFussball.at | Franz Willatschek

SCW-Obmann Robert Gnant